Mit diesen 6 Alltagstipps fürs Badezimmer stärken Sie Ihre Abwehrkräfte

Warm angezogene und glückliche Frau im Winter

Haatschiii – Gesundheit! Besonders in den kühlen Herbst- und Wintermonaten sollten Sie sich nicht nur warm einpacken, um gesund zu bleiben. Ein intaktes Immunsystem schützt Sie vor Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren. Doch gerade in der kalten Jahreszeit ist es meist geschwächt und schnell anfällig für Erkältungen und die Grippe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Immunsystem durch einfache, aber effektive Alltagsroutinen im Badezimmer dauerhaft stärken können.

Wie kann ich meine Abwehrkräfte natürlich stärken?

Es ist wichtig, dass Sie sich nicht nur körperlich fit, sondern auch mental wohlfühlen. Indem Sie nicht nur Ihre Körperabwehr, sondern auch Ihren Geist fördern, stärken Sie gezielt Ihre Abwehrkräfte.

Ausreichend Schlaf und Bewegung

Zum einen benötigt der Körper ausreichend Schlaf, damit Sie ausgeruht in den Tag starten können. Dazu sollten Sie circa sieben bis neun Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht einplanen.

Auch regelmäßiger Sport und körperliche Bewegung an der frischen Luft sind äußerst wichtig. Beim Sport werden nicht nur Ihre Körperzellen aktiviert, sondern es wird gleichzeitig auch Stress abgebaut.

Wenn Sie sich jeden Tag für mindestens dreißig Minuten an der frischen Luft befinden, kurbeln Sie auch Ihre Durchblutung an und sammeln bei Sonnenschein wertvolles Vitamin D. All das sind wichtige Voraussetzungen für eine gesunde Abwehr und diese dürfen nicht unterschätzt werden.

Genügend Flüssigkeitszufuhr und ausgewogene Ernährung

Außerdem sollten Sie ungefähr zwei Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen. Am besten eignen sich dazu Wasser oder Mineralwasser und ungesüßte Früchtetees. Da Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol dehydrierend wirken, sollten Sie auf diese verzichten oder nur in geringen Mengen trinken.

Auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung spielt beim Aufbau des Immunsystems eine wichtige Rolle. Dabei sollten Sie besonders darauf achten, dass Sie einen Mix aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen verzehren.

Tipp: Ein Glas lauwarmes Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft vertreibt Kummer und Sorgen! Die Zitrone sorgt nämlich für den Vitaminkick in der Früh und das lauwarme Wasser regt neben der nötigen Flüssigkeitszufuhr auch noch die Verdauung an.

Zitrusfrüchte auf einem Tisch

Zitrusfrüchte wie zum Beispiel Zitronen sind reich an Vitamin C und sorgen für einen gesunden Start in den Tag.

Neben all diesen Punkten können Sie auch zusätzlich und ganz nebenbei mit täglichen Ritualen im Badezimmer Ihre Abwehrkräfte stärken. Wir zeigen Ihnen wie!

1. Das A und O – Hände Waschen

Ein wichtiger Faktor, der zur Immunabwehr beiträgt und fast beiläufig erscheint: regelmäßig Hände waschen! Denn die Mehrzahl aller ansteckenden Krankheiten, wie zum Beispiel Erkältungen oder Magen-Darm-Infektionen, werden über die Hände übertragen. Zwar können die Bakterien nur durch Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen, jedoch leiten sie meist erst Ihre Hände dorthin.

Florian Thalhammer von der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der Med-Uni Wien macht zum Internationalen Tag des Händewaschens darauf aufmerksam, dass bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen werden. Händewaschen würde beispielsweise das Ansteckungsrisiko von Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Grippe entscheidend verringern, da die Anzahl der Keime dadurch um mehr als 99 Prozent reduziert werden könne.

Zu beachten ist dabei, dass die Seife auch zwischen den Fingern für zwanzig bis dreißig Sekunden verrieben werden sollte. Danach können Sie Ihre Hände sorgfältig abspülen und abtrocknen.

Dieses Video, das von der Medizinischen Universität Wien bereitgestellt wird, zeigt Ihnen noch einmal wie Sie Ihre Hände richtig waschen können und wieso dies so wichtig ist:

Um dies nicht im Alltagstrubel zu vergessen, sollten Sie das Händewaschen einfach in Ihre tägliche Routine einbinden oder sich kleine Erinnerungsnotizen an den Spiegel kleben. Sobald Sie also nach Hause kommen, sollten Sie gleich Ihre Hände waschen.

In unserem Artikel „So duschen Sie sich schön und gesund – 7 Tipps für die tägliche Waschroutine“ erfahren Sie noch mehr über gesunde Duschroutinen, mit denen Sie Ihren Körper verwöhnen können.

Hände waschen

Da die Mehrzahl aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen wird, sollten Sie häufiges Händewaschen in Ihre tägliche Routine einbauen.

2. Für Abwehrkräfte und gegen Schimmel – Häufig stoßlüften

Wenn es draußen frostig ist, machen Sie es sich sicherlich gerne drinnen schön gemütlich, oder? Auch wenn Sie am liebsten keine Kälte ins Haus oder die Wohnung reinlassen würden, sollten Sie unbedingt mehrmals täglich lüften. Die Heizungsluft senkt nämlich drastisch die Luftfeuchtigkeit und trocknet so Ihre Schleimhäute aus. Deshalb ist es empfehlenswert Ihr Zuhause drei bis vier Mal am Tag zu lüften. Am besten sind hierbei kurze Stoßlüftungen für jeweils höchstens zehn Minuten.

Außerdem ist das Lüften im Badezimmer maßgeblich, damit sich dort auf Dauer kein gesundheitsschädigender Schimmel bilden kann. Falls Ihr Badezimmer keine Fenster hat, erklärt Ihnen unser Beitrag „Ihr Bad hat kein Fenster? So klappt es mit der Belüftung“, wie Sie dort trotzdem für ein ideales Raumklima sorgen können.

Frau öffnet das Fenster zum Lüften

Häufiges Stoßlüften beugt nicht nur Schimmelbildung vor, sondern stärkt auch Ihr Immunsystem.

3.  Seele baumeln lassen – Stress gezielt bekämpfen

Sei es der hohe Stapel an Papierkram, der sich bei Ihnen in der Arbeit türmt oder die ellenlange To-do-Liste für den Haushalt – langanhaltender Stress ist einer der Hauptfaktoren, der zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann. Wenn Ihr Körper unter Dauerstress steht, schüttet er nämlich vermehrt das Stresshormon Cortisol aus, welches die Aktivität Ihres Immunsystems hemmt. Auf diese Weise können sich Krankheitserreger schnell in Ihrem Körper ausbreiten und eine Infektion auslösen.

Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie gezielt entspannen und aktive Ruhepausen einlegen. Beispielsweise können Sie dazu ein ausgiebiges Bad mit einem wohltuenden Badezusatz nehmen oder ausgleichende Yoga-Übungen im Badezimmer machen.

Einfache Yoga-Übung beim Zähneputzen

Für diese Gleichgewichtsübung benötigen Sie nicht viel Platz und Sie können sie ganz einfach mit dem täglichen Zähneputzen kombinieren.

So geht’s:

  1. Stellen Sie sich dazu zuerst gerade vor das Waschbecken und legen Sie Ihre linke Hand auf die Taille. Dabei schauen Sie nach vorne und fixieren mit Ihrem Blick einen präzisen Punkt.
  2. Daraufhin winkeln Sie das rechte Bein an und lehnen die Fußsohle an die Innenseite Ihres linken Knies.
  3. Richten Sie Ihren Oberkörper auf und halten Sie das Becken gerade. Dabei sollten Sie versuchen, das linke Bein möglichst gestreckt zu lassen.
  4. Mit der rechten Hand können Sie gleichzeitig gründlich Ihre Zähne putzen.
  5. Währenddessen atmen Sie tief ein und ruhig wieder aus.
  6. Diese Stellung halten Sie für eine Minute, danach wechseln Sie die Seite.

Diese Übung trägt nicht nur zu Ihrer Entspannung und Ausgeglichenheit bei, sondern fördert ganz nebenbei auch die Konzentrationsfähigkeit. Außerdem wird dadurch Ihre Beinmuskulatur gestärkt und Ihr Hüftbereich trainiert. Also am besten gleich in die Morgenroutine einbauen und mit starken Nerven in den Tag starten!

Yoga-Übung beim Zähneputzen

Mit einer einfachen Yoga-Übung beim Zähneputzen können Sie aktiv Ihre Abwehrkräfte stärken.

4. Kälte positiv nutzen – Wechselduschen

Auch beim Duschen können Sie sich einen Entspannungsmoment gönnen und zusätzlich auch Ihr Immunsystem durch eine anschließende Wechseldusche stärken. Denn durch den Wechsel von heiß und kalt lernt der Körper, die Schleimhäute mehr oder weniger stark zu durchbluten. Der Kältereiz führt zu einer Verengung der Blutgefäße und die Wärme zu deren Weitung.

So geht’s:

  1. Sie starten die Wechseldusche zuerst mit einer warmen bis angenehm heißen Wassertemperatur.
  2. Danach wechseln Sie zu kühlem bis kaltem Wasser und beginnen mit Ihren Füßen: Dabei fangen Sie bei der Außenseite Ihres rechten Fußes an und wandern mit dem Wasserstrahl an Ihrem Bein entlang bis zur Hüfte.
  3. Danach fahren Sie von dort aus an der Innenseite Ihres Oberschenkels fort und strahlen in die entgegengesetzte Richtung weiter zu Ihrem Fuß.
  4. Diese Prozedur wiederholen Sie nun bei Ihrem linken Fuß.
  5. Sobald Sie sich etwas an den Kältereiz gewöhnt haben, widmen Sie sich Ihren Armen: Hier beginnen Sie mit dem rechten Handrücken und wandern über Ihre Schulter, an der Achsel und der Innenseite Ihres Armes entlang wieder bis zur Handfläche.

In der Regel sollten Sie für die Wechseldusche zwei Durchgänge einplanen. Besonders wichtig dabei ist, dass Sie immer mit einer warmen Dusche beginnen und mit einer kalten aufhören. Danach sollten Sie jedoch schnell wieder für Wärme sorgen, indem Sie sich beispielsweise in einen warmen Bademantel kuscheln.

Dieses Gefäßtraining wirkt sich nicht nur positiv auf das Immunsystem, sondern auch den Stoffwechsel und den Kreislauf aus.

Weitere natürliche und gesundheitsfördernde Kneipp-Anwendungen finden Sie in unserem Artikel „Fit dank Wasser: So geht Kneippen zuhause!“.

Tipp: Auch regelmäßige Saunabesuche halten nach ähnlichem Prinzip das Herz-Kreislauf-System fit und stärken die Abwehrkräfte. Dabei sollten Sie am besten ein bis zwei Mal pro Woche die Sauna aufsuchen.

Füße in einer Dusche

Beim Wechselduschen beginnen Sie immer mit einer warmen Wassertemperatur und fangen mit der Außenseite Ihrer Füße an.

5. Nicht nur Haare bürsten – das Trockenbürsten

Neben vitalisierenden Wechselduschen gibt es auch eine ganz trockene Methode, um Ihr Immunsystem auf Trab zu halten: eine Massage mit einer Bürste aus Naturborsten. Durch tagtägliche Pflegeprodukte, die sich wie ein Film über Ihre Haut ziehen, wird die Säure- und Giftausscheidung der Haut gehemmt. Auch abgestorbene Hautzellen, die nicht ausreichend schnell abgetragen werden konnten, fördern diesen Effekt.

Deshalb sollten Sie Ihren Körper bei seinem Entgiftungsprozess aktiv unterstützen. Indem Sie Ihren ganzen Körper trocken abbürsten, sorgen Sie dafür, dass sich die Poren der Haut öffnen und sie besser durchblutet wird. So wird Ihre Haut nicht nur geschmeidig und weich, sondern zusätzlich werden auch die Lymphe angeregt, mehr Abwehrzellen zu produzieren. Somit können Krankheitserreger effektiv bekämpft werden, da das Bindegewebe gut durchblutet und weitgehend frei von Schlacken ist.

So geht’s:

Im Idealfall sollten Sie Ihren Körper vor jeder Dusche sorgfältig bürsten. Zu beachten dabei ist, dass verletzte Stellen der Haut ausgelassen werden und für die sanfte Behandlung des Gesichtes eine spezielle Bürste benötig wird.

  1. Ähnlich wie beim Wechselduschen beginnen Sie zuerst mit dem äußeren rechten Fuß und bewegen die Bürste dann mit langen Strichen und einem leichten Druck in Richtung Hüfte.
  2. Dann fahren Sie bei der Innenseite des rechten Fußes fort.
  3. Sie können auch Ihren Oberschenkel und Ihr Gesäß mit kreisenden Bewegungen bürsten.
  4. Danach wiederholen Sie diesen Vorgang am linken Bein.
  5. Nun widmen Sie sich den Armen: Sie fangen am rechten Handrücken an und wandern über die Armaußenseite entlang bis hoch zu Ihrer Schulter.
  6. Bei der Innenseite Ihres Armes fangen Sie ebenfalls unten bei der Hand an und arbeiten sich weiter nach oben vor.
  7. Nun können Sie den Arm wechseln und bei dem anderen ebenso verfahren.

Achtung: Im Brust- und Bauchbereich sollten die Bürstenbewegungen kreisförmig sein!

Das Trockenbürsten nimmt außerdem nicht viel Zeit in Anspruch. Dafür reichen schon fünf Minuten aus, um während Ihrer Morgenroutine Ihre Abwehrkräfte zu stärken.

Frau bürstet sich trocken ab

Trockenbürsten öffnet die Poren Ihrer Haust und fördert eine gute Durchblutung.

6. Leidenschaft fürs Immunsystem – Küssen

Zu guter Letzt: Ein Küsschen für Ihren Partner! Das Gehirn wird beim Küssen mit Glücksbotenstoffen überflutet und der Cortisolspiegel sinkt. Allein diese Tatsache trägt zur Stärkung Ihrer Abwehrkräfte bei, da der Stress somit durch positive Glücksgefühle verdrängt wird.

Doch nicht nur das: Über den Speichel werden rund achtzig Millionen Bakterien mit dem Partner ausgetauscht. Da das Immunsystem grundsätzlich aufs Lernen ausgelegt ist, entwickelt es umso stärkere Abwehrkräfte, je mehr Erreger es bekämpfen muss. Küssen ist also nicht nur eine der schönsten Nebensachen der Welt, sondern auch sehr gesund, da die Keime Ihres Partners Ihre Abwehrkraft anspornen.

Also lassen Sie Ihre Schmetterlinge in Ihrem Bad fliegen und küssen Sie Ihren Partner bei jeder Gelegenheit – nicht nur Ihr Liebster, sondern auch Ihr Immunsystem wird es Ihnen danken!

Küssen macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund.

Fit durch die kalte Jahreszeit dank Alltagsroutinen im Bad

Wie Sie sehen, können Sie bereits mit kurzen Morgenroutinen im Badezimmer gezielt etwas für Ihre Abwehrkräfte tun. Beachten Sie bitte dabei, dass das Immunsystem jedes Menschen individuell ist und auf die beschriebenen Anwendungen unterschiedlich reagieren kann. Mit einer gesunden Lebensweise sollten Sie jedoch gut für den Winter gerüstet sein!

Wenn Sie in Ihrem Bad aber nicht abschalten und entspannen können, dann zeigt Ihnen unser Beitrag „Badgestaltung: So planen Sie Ihr neues Wohlfühlbad“, wie Sie Ihr Badezimmer nach Ihren Bedürfnissen umgestalten können. Die passende Dusche zum Entspannen und Wechselduschen finden Sie in unserem Shop.

Wir wünschen Ihnen starke Abwehrkräfte für den Winter und wohltuende Stunden in Ihrem Bad!

Bilder: Titelbild: ©gettyimages\ gpointstudio, Bild 1: ©gettyimages\ Maica, Bild 2: ©gettyimages\ gilaxia, Bild 3: ©gettyimages\ gpointstudio, Bild 4: ©gettyimages\ Yuri_Arcurs, Bild 5: ©gettyimages\ vadimguzhva, Bild 6: ©gettyimages\ unaemlag, Bild 7: ©gettyimages\ laflor

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