How to Sauna oder: das Duschen danach

Saunaduschen in verschiedenen Variationen

Nach einem stressigen Tag hilft oft nur noch eines: ab in die Sauna! Doch wie sauniert man eigentlich richtig? Welche Grundregeln sollte man beachten und wieso ist die Dusche danach immer eiskalt? Wir haben die Leiterin der Palmen-und Wellnessoase des BADEPARADIES SCHWARZWALD, Elena Unewisse, gefragt, damit Sie beim nächsten Saunagang – oder gar der Einrichtung Ihres eigenen Saunakellers alles richtig machen.

So saunieren Sie richtig

Elena Unewisse vom Badeparadies Schwarzwald

Elena Unewisse ist Saunaexpertin im BADEPARADIES SCHWARZWALD

Wie man richtig sauniert und was während eines Saunagangs im Körper eigentlich passiert, erklärt Saunaexpertin Elena Unewisse. Sie ist Sport- und Gymnastiklehrerin mit Zusatzqualifikation „Wellnesstrainerin“ und Spa- und Wellnessmanagerin im BADEPARADIES SCHWARZWALD. Das BADEPARADIES SCHWARZWALD hat vier Themensaunen und bekommt in diesem Jahr noch ordentlich Zuwachs. Mit der neuen Saunalandschaft „Palais Vital“, wird das Wellnessangebot des BADEPARADIES um mindestens sieben Saunen erweitert und Wellnessfreunde kommen dank neuer Themensaunen voll auf ihre Kosten. Elena Unewisse weiß also genau, wie Sauna funktioniert und kann Einsteigern wie auch fortgeschrittenen Saunagängern wertvolle Tipps geben.

Temperatur

Sauna aus dem Badeparadies Schwarzwald

Ein Saunagang wirkt entspannend und stärkt das Immunsystem.

Vor allem im Winter freuen sich viele auf einen schönen heißen Saunaabend. Doch kann eine Sauna auch zu heiß sein? Oder sogar zu kalt? Welche Unterschiede es in den Temperaturen gibt und was sie bewirken erklärt uns die Leiterin der Palmen- und Wellnessoase des BADEPARADIES SCHWARZWALD.

50 bis 60 Grad für Einsteiger

Zuerst einmal muss gesagt werden, dass die perfekte Saunatemperatur von jedem selbst abhängt. Es gibt hier keine Regelung, die eine feste Temperatur vorgibt. Unewisse gibt Saunaanfängern allerdings folgenden Tipp:

„Saunaeinsteigern wird eine Temperatur von 50 bis 60 Grad empfohlen, um zunächst die Auswirkungen auf ihr Herz- Kreislaufsystem zu testen.“

Kurz und Heiß für Erfahrene

Für schon erfahrene Saunagänger empfiehlt die Wellnesstrainerin heiße und kurze Saunagänge. Vorausgesetzt Sie befinden sich in einer gesunden körperlichen Verfassung und sind fit und belastbar.

Die sanfte Alternative: Biosauna

Für alle, die es etwas weniger heiß mögen, gibt beispielweise die sogenannte „Bio-Sauna“, die zwischen 45 und 60 Grad heiß ist. Sie und das Dampfbad haben eine sehr viel höhere Luftfeuchtigkeit und sind daher für Menschen mit Atembeschwerden gut geeignet. Auch Einsteiger finden dort ihr Saunaglück.

Dauer

Wenn man erstmal in der Sauna schwitzt, will man gar nicht mehr raus. Zu lange in der Sauna zu verweilen, ist aber auch nicht ideal. Wie lange ein Saunagang gehen sollte und was passiert, wenn Sie länger bleiben hat uns Elena Unewisse kurz erklärt:

Auch die Dauer eines Saunagangs wird individuell von jedem Gast entschieden. Empfohlen wird eine Dauer von acht bis zwölf Minuten. Einen Saunagang sollten Sie maximal auf fünfzehn Minuten ausweiten.“

Wenn Sie diese Dauer übersteigen, kann das Herz-Kreislaufsystem überstrapaziert werden und auch Kopfschmerzen können die Folge sein.

Aufgüsse

Zu jedem guten Saunagang gehört für viele mindestens ein Aufguss. Doch was steckt dahinter? Was ist ein Aufguss, welchen Sinn hat er und was für Unterschiede gibt es? Die Expertin weiß Bescheid und erklärt, dass bei einem Aufguss durch das Aufgießen von Wasser oder Eis auf den Saunaofen Dampf entsteht. Die Wasserbildung auf dem Körper, welche viele mit Schwitzen verwechseln, wird durch eben diesen Wasserdampf erzeugt. Wie Elena Unewisse anmerkt: „Das eigentliche Schwitzen des Saunagangs findet im Anschluss an den Saunagang statt.“

Zweck: Komfortklima im Saunaraum erhalten

Oft wird durch spezielle Duftöle im Aufgusswasser die positive Stimmung gefördert und Aufgüsse wurden immer mehr zu einem Event ausgebaut. Der ursprüngliche Sinn des Aufgusses lag aber darin, das Komfortklima im Saunaraum zu erhalten, damit die Luft nicht zu trocken wird und rissige Lippen oder brennende Augen die Folge sind.

Mehr Luftfeuchtigkeit dank Wedelgerät

Die Aufgüsse können sich nicht nur in der Wahl der Duftöle, der Klänge oder des Eventthemas unterscheiden, sondern vor allem in der Wahl des Wedelgerätes. Durch das Wedeln wird die warme Luft bewegt und im Raum verteilt.

„Die heiße Luft befindet sich im oberen Bereich des Saunaraumes. Bei einer Saunaraumtemperatur von 100 Grad befindet sich diese an der Decke und wird mit dem Wedelgerät in Richtung des Gastes gefächert. Am Boden beträgt die Temperatur meist an die 40 Grad.“

So angenehm wie ein Aufguss sein kann, so ist er jedoch nicht zwingend notwendig. Ein Saunagang wirkt auch ohne ihn belebend und fördert die Abwehrkräfte.

Heiß oder kalt? Das Duschen nach der Sauna

Frau begießt sich mit kaltem Wasser

Wie ein Sprung ins kalte Wasser: Das Abkühlen nach dem Saunagang.

Das Wichtigste nach – und auch vor – der Sauna ist das Duschen. Am besten eiskalt, sagt man. Nicht jeder hält diesen Kälteschock aus oder findet ihn gut. Diese Duschtypen müssen aber nicht unbedingt auf ausgiebiges Saunieren verzichten. Die Saunaexpertin beruhigt, dass es nicht immer auf maximale Kälte nach der Sauna ankommt.

Steigende Körpertemperatur während des Saunierens

Während dem Saunieren steigt die Körpertemperatur um ein Grad an, was sich laut Elena Unewisse positiv auf den Körper auswirkt:

Die Folge ist das Entstehen eines künstlichen Fiebers. Dies bedingt, dass das sogenannte Selbsthilfezentrum aktiviert wird und Antikörper bildet. Das stärkt das Immunsystem.“

Frische Luft und reinigende Dusche

Zur Abkühlung nach dem Saunieren, sollten Sie nicht gleich unter die kalte Dusche treten: ein Ausflug an die frische Luft ist ratsam. Danach folgt die erfrischende Dusche, die auch reinigend wirkt, wie Elena Unewisse anmerkt:

„Nach dem Abkühlen des Körpers an der frischen Luft hat die darauffolgende Dusche eine reinigende Wirkung. Der Körper wird bei individueller Wassertemperatur vom Schweiß befreit.“

Immer vom Herzen weg duschen

Nachdem der Schweiß abgeduscht wurde, sollte der Körper mit einer kalten Brause abgeduscht werden. Dabei sollten Sie genau darauf achten, wo sie mit dem Abduschen beginnen:

„Wichtig ist hier, fern vom Herzen zu beginnen. Die Körpertemperatur wird dadurch wieder reguliert und die Muskeltätigkeit angeregt. Der Kopf sollte dabei nicht vergessen werden. Er ist der wichtigste Körperteil bei der Temperaturregelung.“

Zuhause saunieren und duschen

Holzsauna fuer zuhause

Für den perfekten Saunakeller fehlt nur noch die passende Dusche.

Haben Sie schon einen eigenen Saunakeller oder planen Sie den Bau? Damit der eigene Saunakeller ein gemütlicher und gesundheitsfördernder Ort wird, können Sie ihn mit der richtigen Dusche abrunden. Ein Kriterium, das nach Elena Unewisse jede Dusche unbedingt erfüllen muss: Die Temperatur sollte in jedem Fall regulierbar sein. Stellen Sie sich also nicht ein reines kaltwasser-Tauchbecken in den Keller, das für eine optimale Nutzung der Sauna kontraproduktiv wäre.

Die perfekte Sauna-Dusche

Sauna und Dusche gehört zusammen wie Henne und Ei. Das eine geht nicht ohne das andere. Dieses gegenseitige Wechselspiel ist, wie oben schon beschrieben wurde, äußerst wichtig für den Saunagenuss. Damit Ihr Saunakeller die richtige Dusche verpasst bekommt, zeigen wir Ihnen hier Vorschläge für geeignete Modelle.

Ebenerdig/Flacher Einstieg

Nach der Sauna möchte man eigentlich direkt ins Bett und die wohlige Wärme bewahren. Damit keine zu großen Anstrengungen beim Duschen danach entstehen und alles entspannt abläuft, empfiehlt es sich, in Ihren Saunakeller eine ebenerdige Dusche einzubauen. Als besonderes Highlight können Sie Ihre Oase durch das Einbauen einer Regendusche perfektionieren.

bodengleiche Dusche von duschenprofis

Bequemer Einstieg dank einer bodengleichen Dusche.

Nischendusche

Falls Sie räumlich beschränkte Möglichkeiten haben, um Ihren Wellnesstraum zu verwirklichen, ist eine Nischendusche eine gute Alternative. Diese kann direkt neben der Sauna platziert werden. So ist der Platz zwischen Sauna und Wand optimal genutzt.

Tipp: Wenden Sie sich unbedingt an einen Fachmann, der Ihnen, wenn nötig, eine Wand zwischen Sauna und Nischendusche ziehen kann, damit das Holz, falls Sie sich für eine Holzsauna entschieden haben, nicht feucht wird.

Nischensauna von duschenprofis

Platzsparend eingebaut: Die Nischendusche.

Mit der perfekten Sauna-Dusche und dem gewonnen Sauna-Wissen steht dem nächsten Wellness-Tag so nichts mehr im Weg. Doch wussten Sie schon, wie man sich schön duscht? Oder wie Ihre Dusche durch Duschrückwände mit Motiven zum Hingucker wird? Mehr Tipps rund um das Thema Dusche und Duschen finden Sie in unserem Magazin.

Wir wünschen Ihnen viel Entspannung und bedanken uns bei Elena Unewisse für das Interview!

Bilder: Titelbild: iStock/ultramarinfoto/SimonD200/LaChouettePhoto, Bild 1: BADEPARADIES SCHWARZWALD, Bild 2: BADEPARADIES SCHWARZWALD Bild 3: iStock/pidjoe, Bild 4: iStock/VikaValter

1 Kommentar on How to Sauna oder: das Duschen danach

  1. Super Sauna Erklärung für Anfänger! Die Rubrik mit den verschiedenen Saunaduschen fand ich besonders interessant. VG

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