So finden Sie das passende Material für Ihr Bad: Fliesen, Holz und Co. im Vergleich

Unterschiedliche Materialien fürs Bad

Sie wollen Ihr Bad umgestalten und stehen bei den Materialien vor der Qual der Wahl? Wir zeigen Ihnen, welches Material für Ihr Badezimmer in Betracht kommt und durch welche Eigenschaften sich Fliesen, Holz, Naturstein, Beton und Co. besonders auszeichnen!

Welches Material passt in mein Bad?

Ein Badezimmer mit Parkettboden und Tapeten an der Wand? Oder ein Korkboden mit bunten Wänden und hölzerner Decke? Was zuerst unrealisierbar klingt, ist durchaus möglich!

Wir zeigen Ihnen welche Materialien für Ihr Badezimmer geeignet sind und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen. Angefangen von Alleskönnern bis hin zu speziellen Bodenbelägen, Wandverkleidungen und Deckenmaterialien, finden Sie hier einen detaillierten Überblick.

Auch bei sanitären Objekten wie Waschtisch, Badewanne und Dusche stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Lassen Sie sich in die Welt der Badezimmer-Materialien entführen und inspirieren!

Gezielte Einsatzmöglichkeiten der geeigneten Materialien:

Allrounder: Boden, Wände und Decken

Manche Materialien sind wahre Alleskönner und lassen sich bei den Wänden in Kombination mit der Decke oder dem Boden oder sogar rundherum einsetzen!

Der Klassiker – Fliesen

Wenn Sie an ein Badezimmer denken, kommen Ihnen sofort Fliesen in den Sinn? Kein Wunder! Denn Fliesen sind der Badklassiker schlechthin und in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Farben erhältlich. Außerdem sind sie sehr pflegeleicht. Sie müssen lediglich regelmäßig gereinigt werden, um Kalkränder und Flecken zu vermeiden.

Wenn Sie Fliesen als Bodenbelag verwenden wollen, sollten Sie jedoch zu besonders robusten Fliesen greifen. Fliesen sind keinesfalls langweilig oder altmodisch! Zur Wandgestaltung eignen sich beispielsweise insbesondere Mosaikfliesen, da diese eine nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeit von kreativen Farbkombinationen und individuellen Mustern bieten.

Außerdem hat die Innovation auch vor Fliesen nicht Halt gemacht: Moderne Fliesen mit einem sogenannten „Lotuseffekt“ sehen nicht nur schön aus, sondern ihre Beschichtung lässt auch Kalk und Schmutz einfach abperlen. Dies erleichtert das Reinigen erheblich, da Sie die Fliesen dadurch nur kurz abspülen – und wischen müssen.

Auch rutschfeste Fliesen haben einen funktionalen Vorteil, da sie für einen festen Stand sorgen. Dies ist vor allem in sehr glatten Regionen, wie beispielswiese der Dusche praktisch.

Wenn Sie in Ihrem Bad ganz klassisch Fliesen verlegen lassen wollen, lassen Sie sich von unserem Artikel „Badgestaltung: diese Fliesen liegen 2017 voll im Trend“ inspirieren!

Bad mit weißen Fliesen und Mosaikfliesen

Farbenfrohe Mosaikfliesen lassen sich sehr vielseitig kombinieren und bringen Pepp in Ihr Badezimmer.

Flexibel und einfach – Spezialputz

Sie sind eher der unkomplizierte Typ? Die einfachste Möglichkeit Ihre Badezimmerdecke und -wände neu zu gestalten, ist sie mit einem speziellen Putz zu versehen.

Meist sind hierbei zwei Anstriche notwendig: zuerst ein Voranstrich mit einem Tiefengrund, damit die Wand keine Flüssigkeiten aufnimmt, und danach ein Anstrich zur Verschönerung.

Spezielle Badfarben mit einer abdichtenden Untergrundbehandlung sind resistent gegen Wasser sowie Wasserdampf und verhindern so ein vorzeitiges Abblättern der Farbe. Außerdem sind sie mit Zusätzen gegen Schimmel und Bakterien angereichert, um einen noch besseren Schutz der Wände im Nassbereich zu garantieren. Wenn Ihnen Weiß als Farbe zu eintönig ist, können Sie die Badezimmerwände oder -decke auch in einer satten Farbe Ihrer Wahl streichen, da der spezielle Putz in unterschiedlichen Farbfacetten erhältlich ist.

Achtung: Wände immer wieder gut abtrocknen lassen, um keine Schimmelbildung zu begünstigen!

Bad mit blauem Spezialputz

Spezialputz in einer satten Farbe bringt Ihr Badezimmer zum Strahlen und schützt die Wände vor eindringender Feuchtigkeit.

Gemütlich und warm – Holz

Wenn Sie Ihr Bad primär in eine behagliche Wohlfühloase verwandeln wollen, dann sollten Sie zu Holz greifen. Holz im Bad? Richtig! Holz gesellt sich, dank einer speziellen Behandlung, gerne zu Wasser und strahlt dabei eine sehr warme und einladende Atmosphäre aus.

Holzboden

Sie können Echtholz als Bodenbelag in Form von Holzdielen oder Parkett verlegen. Dafür eignen sich insbesondere harte Holzarten wie zum Beispiel Eiche oder Nussbaum, die bei Nässe nur minimal quellen. Auch thermisch behandelte oder tropische Hölzer wie Teak oder Merbau sind dafür ebenfalls ideal geeignet.

Im Badezimmer ist eine sorgfältige und fugenarme Verarbeitung beim Holzboden besonders wichtig. Beim Verlegen sollten Sie das Holz vollflächig mit dem Boden verkleben und die Kanten mit elastischen Dichtstoffen abdichten. Somit wird verhindert, dass sich der Boden auf lange Sicht aufgrund der Feuchtigkeit anhebt.

Die hölzerne Oberfläche sollte darüber hinaus zusätzlich mit Öl oder Wachs versiegelt werden, sodass Wasser nicht durch mögliche Risse in das Holz geraten kann. Sobald der Holzboden anfängt Wasser aufzusaugen, sollte dieser umgehend nachgeölt oder neu gewachst werden.

Außerdem sollten Sie immer für eine gute Belüftung und möglichst schnelle Abtrocknung im Bad sorgen. Ansonsten kann der Boden mit einem nebelfeuchten Waschlappen problemlos gereinigt werden.

Achtung: Stehnässe und sehr hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu über 70 Prozent) sollten unbedingt vermieden werden!

Holzwände und -decke

Holzpaneele an der Badezimmerdecke oder den -wänden sorgen nicht nur für ein zusätzliches wohliges Wärmegefühl, sondern liegen nebenbei auch sehr im Trend.

Auch bei Holzwänden und -decken gilt die Regel, dass Sie dafür ein für Feuchträume geeignetes Holz verwenden müssen.

Dabei ist das Anbringen einer ausreichenden Hinterlüftung unabdingbar, um ein Aufquellen zu verhindern. Dadurch ist die Holzdecke automatisch niedriger und auch an den Wänden muss mit Platzverlust gerechnet werden. Dies können Sie jedoch auch gezielt als Vorteil nutzen, wenn Sie gekrümmte oder hohe Decken abhängen und tiefe Löcher im Putz hinter der Verkleidung verschwinden lassen wollen.

Um für eine gleichmäßige Beleuchtung zu sorgen, können Sie Einbaustrahler nach Belieben in der Holzdecke platzieren.

Kraftvoll und edel – Naturstein

Die anmutende Optik eines Natursteins sorgt für Gemütlichkeit, Ruhe und eine edle Erscheinung. Darüber hinaus ist er eine langfristige Investition wert, da er besonders langlebig und farbtreu ist.

Naturstein ist im Handel in zwei Varianten erhältlich: zum einen als naturbelassener Stein mit rauer Außenseite und alternativ in polierter und geschliffener Form mit glänzender Oberfläche. Als Bodenbelag ist die ebene Variante geeigneter, bei den Wänden können Sie zu beiden Arten greifen.

Die raue Oberfläche verleiht dem Badezimmer einen puristisch rustikalen Touch, lässt sich jedoch wesentlich schwieriger reinigen als die glatte Alternative. Eine solche Natursteinwand eignet sich somit besonders als ein Akzent im Raum. Als ebenmäßig polierter Bodenbelag lässt sich dieser jedoch sehr leicht reinigen und pflegen.

Darüber hinaus verträgt Naturstein hohe Temperaturen und starke Feuchtigkeit, somit ist er für das Badezimmer wie geschaffen. Ein Boden aus Naturstein speichert zudem die von den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung freigesetzte Wärme und setzt diese im Raum wieder frei. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima und ein entspannendes Wellness-Gefühl.

Tipp: Manche Steinarten müssen zum Schutz gut imprägniert werden, lassen Sie sich dabei am besten von einem Fachmann beraten.

Elegant und prunkvoll – Marmor

Marmor ist ein besonders edles Material mit einer einzigartigen Textur und gehört zu den teuersten Werkstoffen. Es handelt sich bei Marmor zwar um einen kalkhaltigen Naturstein, er wird hier aber aufgrund der Beliebtheit für Nassräume gesondert behandelt.

Marmor entsteht durch langwierige Umwandlungen unterschiedlicher Mineralien im Erdinneren, die großer Hitze und starkem Druck ausgesetzt sind. Wenn Sie sich für einen Boden oder Wände aus Marmor entscheiden, können Sie aus einem breit gefächertem Farbspektrum mit verschiedenen einmaligen Nuancen, Schattierungen und Farbkombinationen wählen.

Das Material bringt insbesondere den Vorteil mit sich, dass es wasserfest und leicht zu reinigen ist. Auf der Kehrseite ist der kristalline Kalkstein jedoch sehr empfindlich gegenüber Säuren, Fett und Öl. Mögliche Flecken sollten Sie daher sofort mit warmem Wasser und einem ledernen Tuch abwischen.

Modern und schlicht – Beton

Ein markanter Akzent im Badezimmer entsteht durch den Einsatz von Beton. Dieser sorgt gleichzeitig auch für einen minimalistischen Look. Das Gemisch aus Zement, Kies und Sand ist sehr robust, tragfähig und beständig. Speziell behandelter Beton, der fein geschliffen und dauerhaft versiegelt ist, kann im Bad leicht gereinigt werden. Wenn Ihnen die graue Optik des Materials nicht zusagen sollte, können der noch feuchten Masse Farben hinzugefügt werden.

Darüber hinaus kann Beton problemlos auch am Boden verlegt werden und ist zum Beispiel im Vergleich zum Holzboden recht günstig. Zu beachten ist jedoch, dass Beton ein sehr schweres Material ist und eventuell aus statischen Gründen nicht in jedem Bad realisierbar ist.

Sie würden gerne auf Beton in Ihrem Badezimmer setzen? Wie Sie das Material gekonnt in Szene setzen erfahren Sie in unserem Beitrag „Grau ist nicht gleich Grau: Sichtbeton im Badezimmer“.

Urlaub im eigenen Bad – Flusskiesel

Sie sind auf der Suche nach einem ausgefallenen und originellen Look für Ihr Bad? Ob an den Wänden oder als Badezimmerboden – Flusskiesel sorgen nicht nur für das gewisse Etwas, sondern bringen gleichzeitig Urlaubsstimmung in die eigenen vier Wände!

Dabei handelt sich um mediterrane Kieselsteine, die auf unterschiedlich großen Netzen befestigt sind. Dadurch können sie genauso problemlos wie normale Fliesen verlegt und verfugt werden.

Ob das Material für eine eher rustikale oder moderne Ausstrahlung in Ihrem Badezimmer sorgt, können Sie ganz frei durch die Farbwahl der Steinchen und Fuge entscheiden. Ein schneeweißer Boden strahlt beispielsweise Eleganz aus, rötliche Steine hingegen mehr Wärme.

Ein weiterer Pluspunkt ist die natürliche Oberflächenstruktur der Steine, die automatisch zu einer angenehmen Fußmassage beiträgt. Damit ist ein Flusskieselboden besonders für den Duschbereich ideal geeignet und kann dort als Akzent eingesetzt werden.

Warm und natürlich – Kork

Kork ist ein nachhaltiges und langlebiges Material, welches eine warme und behagliche Atmosphäre in Ihrem Badezimmer verbreitet. Prinzipiell ist Kork in zwei Ausführungen erhältlich: zum einen gibt es Korkparkett im Klick-System und auf der anderen Seite Klebekork. Fertigplatten sind für das Bad tendenziell ungeeignet, weil sie sich bei hoher Feuchtigkeit ausdehnen können und sich durch einen hohen Fugenanteil auszeichnen.

Der passende Korkbelag wird direkt auf den Estrich aufgeklebt, mit Wasserlack versiegelt und einem speziellen Kantenschutz versehen, somit wird der Boden trocken gehalten und jegliches Aufquellen verhindert.

Ein tragfähiger und flächig abgedichteter Untergrund ist für eine lange Haltbarkeit essentiell, besonders um die Dusche oder die Badewanne, sodass kein Wasser unter den Belag gelangen kann. Zum Reinigen sollten Sie am besten ein spezielles Reinigungsmittel verwenden, ansonsten ist Kork sehr pflegeleicht.

Achtung: Schwere Einrichtungsgegenstände können Abdrücke im Boden hinterlassen!

Materialien für den Boden

Neben den Allroundern gibt es auch spezielle Materialien, die sich ausschließlich als Bodenbelag im Badezimmer eignen.

Holzoptik fürs Bad – Laminat

Ähnlich wie Holz ist ein Boden aus Laminat im Badezimmer durchaus möglich! Hierbei können Sie modernes Feuchtraumlaminat verwenden.

Der künstliche Bodenbelag ist wasserfest, form-, licht- und hitzebeständig und besonders pflegeleicht. Außerdem können Sie passend zum Stil Ihres Badezimmers aus unterschiedlichen Farben und Holzarten wählen. Nachteile sind jedoch der hohe Trittschalleffekt, der hohle Klang und die Tatsache, dass es keine Renovierungsoptionen gibt.

Der spezielle Laminatboden wird im Grunde wie herkömmliches Laminat verlegt. Jedoch sollten Sie dabei auf einige Besonderheiten achten. Laminatbretter mit Klick-Mechanismus sollten zusätzlich versiegelt werden, bei der verleimten Variante empfiehlt sich wasserundurchlässiger Kleber. Außerdem sollten abschließende Fußbodenleisten zum Schutz gegen eindringendes Wasser zusätzlich mit Silikon abgedichtet werden.

Achtung: Bei Laminat sollten Sie stehende Pfützen vermeiden, sonst wird das Aufquellen des Bodenbelags und Schimmelbildung begünstigt!

Bad mit Laminatboden

Laminat in Holzoptik lässt sich einfach verlegen und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre in Ihrem Bad.

Weich und leise – Vinylböden aus Polyvinylchlorid (PVC)

Eine Alternative zum Laminat stellt ein Vinylboden aus Polyvinylchlorid (PVC) dar. Dies ist ein besonders formbares, eher weiches Material, aus welchem beispielsweise auch Schallplatten gefertigt werden.

Für den Badezimmerboden ist insbesondere extra wasserabweisendes PVC mit einer Dicke von mehreren Zentimetern geeignet. Somit hält der Boden der Feuchtigkeit im Nassbereich stand und wird dadurch trittweicher und wärmer. Zu den Vorzügen dieses Materials gehört vor allem dessen leichte Verlegung. Wenn im Bad bereits Fliesen vorhanden sind, kann der Kunststoff einfach auf diesen verlegt werden, was viel Zeit und Mühe spart. Wichtig dabei ist nur, dass Sie die Fliesen davor mit Spachtelmasse eben ziehen, damit sich deren Muster nicht durch den PVC-Boden abdrückt.

Darüber hinaus ist der Bodenbelag gegen Feuchtigkeit und chemische Substanzen resistent und kann folglich problemlos gereinigt werden. Hinzu kommt, dass er fußwarm und somit ideal für Fußbodenheizungen geeignet ist. Außerdem ist PVC ein sehr leiser Bodenbelag, da er trittschalldämmend ist. Zu den Nachteilen zählt jedoch, dass kleinere Beschädigungen wie zum Beispiel Risse schnell entstehen können und sich so das Risiko für Schimmelbildung erhöht. Außerdem bieten sich hierbei keinerlei Renovierungsoptionen an.

Wichtig: Prüfen Sie regelmäßig den Zustand des Vinylbodens!

Sicher und recyclebar – Kautschuk

Naturkautschuk wird aus dem Kautschukbaum gewonnen und zu elastischen Gummi verarbeitet, was sich als sehr kostenaufwendig gestaltet und sich auch im Preis widerspiegelt. Die kostengünstigere Variante stellt synthetischer Kautschuk dar, der, wie der natürliche, größtenteils recycelt werden kann.

Ein Badezimmerboden mit Kautschuk-Belag ist somit nicht nur widerstandsfähig und elastisch, sondern dazu noch äußerst umweltfreundlich. Darüber hinaus leistet er Schalldämmung und trägt durch seine bakterien- und wasserabweisenden sowie rutschfesten Eigenschaften zu einer sicheren Badezimmerumgebung bei.

Umweltfreundlich und vielseitig – Linoleum

Linoleum ist ein natürliches Material, das aus einer Mischung von Leinöl, Naturharz, Kalk, Holz- oder Korkmehl besteht. Der Bodenbelag ist sehr vielfältig, da er in zahlreichen Farben und unterschiedlichen Mustern erhältlich ist.

Darüber hinaus zeichnet er sich durch seine robusten, strapazierfähigen und dadurch sehr langlebigen Eigenschaften aus. Das Material ist von Natur aus resistent gegen Pilze und Bakterien, jedoch auch feuchtempfindlich. Um ein Eindringen der Feuchte zu verhindern, wird Linoleum vollflächig am Boden verklebt und alle Kanten verschweißt.

Materialien für die Wände

Hier zeigen wir Ihnen die Materialien, mit denen Sie die Wände in Ihrem Badezimmer individuell gestalten können.

Kreativ und vielseitig – Tapeten im Bad

Sie wollen eine verspielte Wandgestaltung ohne Fliesen? Dann sorgen Sie mit einer Tapete für ein Highlight in Ihrem Bad!

Auch Tapeten gehören nicht nur ins Wohn- oder Schlafzimmer, sondern können in Form von speziell für Feuchträume angefertigten Tapeten im Badezimmer eingesetzt werden. Darunter fallen beispielsweise Vinyl-, Vlies- und Glasfaser-Tapeten.

Diese zeichnen sich durch eine besondere Beschichtung, die die Feuchtigkeit nur bedingt aufnimmt, aus. Somit bleiben die Badezimmerwände trocken und es kommt zu keiner Schimmelbildung. Außerdem sind solche Tapeten besonders pflegeleicht, da sie einfach abwaschbar sind.

Individuell und edel – Glaspaneele

Glas ist ein sehr beliebtes Material, da es sich nicht nur durch seine lange Haltbarkeit auszeichnet, sondern noch dazu thermisch- als auch wasserbeständig ist.

Die Paneele sind in vielen strahlenden, satten Farben und aufregenden Motiven erhältlich. Oft können Sie die Glasverkleidung auch mit eigenen persönlichen Bildern bedrucken lassen. Da Sie die Glasfläche mit einem speziellen Klebstoff direkt auf den Putz kleben können und die Paneele meist nach Maß angefertigt sind, erweist sich die Montage als sehr einfach. Die gläserne Oberfläche lässt sich außerdem auch problemlos und schnell reinigen.

Besonders im Duschbereich ist eine Duschrückwand aus Glas ein Eyecatcher und eine praktische Alternative zu den herkömmlichen Fliesen. Hier zeigen wir Ihnen  Motiv-Inspirationen für Ihre Duschrückwand.

Materialien für die Decke

Sie fragen sich wie Sie Ihre Badezimmerdecke niedriger oder ausgefallener gestalten können? Wir zeigen Ihnen wie!

Unkompliziert – Gipskarton

Bei krummen und sehr hohen Baddecken bietet sich eine Decke aus Gipskarton an. Die Decke im Trockenbauverfahren muss mit einem Abstand zur bereits vorhandenen Decke montiert werden, somit wird der auch etwas Raum niedriger.

So können Sie die Raumhöhe auf Wunsch auch deutlich reduzieren. Gipskartonplatten brennen im Vergleich zu Holz nicht und neigen auch nicht dazu zu Schimmeln. Sie müssen aber nach dem Verlegen unbedingt verspachtelt und mit einer speziellen Farbe für Feuchträume gestrichen werden!

Ästhetisch und leicht – Lackspanndecken

Um Lackspanndecken zu kreieren, werden zunächst Leisten an den Seitenwänden montiert, in welche danach eine wasserdichte Polymerfolie eingehängt wird. Diese kann entweder nur knapp unter der Raumdecke oder in einem größeren Abstand dazu montiert werden.

Der Raum zur Decke wird abgedichtet, damit sich dahinter keine Feuchtigkeit ansammeln kann. Auch Deckenstrahler lassen sich problemlos über Einsätze in die Lackspanndecke einbauen.

Eine solche Decke ist insbesondere für ein kleines Bad sehr vorteilhaft, da sich der Raum in den glänzenden Folien spiegelt und sie ihn dadurch größer erscheinen lässt. Die Folien sind darüber hinaus einfarbig oder mit unterschiedlichen Drucken erhältlich und erweisen sich dadurch als sehr vielfältig.

Eine Abwandlung der Lackspanndecken stellen sogenannte Lichtdecken dar. Die Folien sind dabei lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig. Somit sorgen sie für eine indirekte Beleuchtung und streuen das Licht von der Decke aus in jeden Winkel des Bades, was zu einer gleichmäßigen Beleuchtung und dem Vermeiden von Schatten führt.

Materialien für Waschtisch, Badewanne und Dusche

Die unterschiedlichen Materialen für die sanitären Einrichtungsgegenstände unterscheiden sich im verarbeiteten Werkstoff. Welche Stoffe bei Waschtischen, Badewannen und Duschwannen in Betracht kommen und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Modernes Badezimmer mit Waschtisch, Badewanne und Dusche

Auch bei den sanitären Objekten können Sie aus einer Fülle an unterschiedlichen Materialien wählen.

Keramik

Keramik ist das am meisten verbreitete Material bei der Herstellung von Waschbecken und anderen Sanitärprodukten. Es zeichnet sich durch seine hochglänzende und sehr dichte glatte Oberfläche aus.

Darüber hinaus ist Keramik sehr robust, kratzerresistent und chemikalienbeständig. Als Nachteil lässt sich hierbei jedoch aufführen, dass es ein hohes Eigengewicht besitzt.

Mineralguss

Mineralguss ist ein wahrer Klassiker, der durch seine glänzende Oberfläche brilliert und Hochwertigkeit ausstrahlt. Der gravierende Unterschied zu Keramik liegt darin, dass das Material nicht gebrannt wird, sondern ein in Kunststoffharz eingebrachtes mineralisches Material (Gesteinsmehl) in Formen gegossen wird, was auch filigrane Formen und individuelle Maßanfertigungen ermöglicht. Mineralgussduschwannen sind äußerst massiv und stabil, die Oberfläche wird mit einer widerstandsfähigen Gelcoatbeschichtung versehen.

Unsere Duschwannen aus hochwertigem Mineralguss für Ihre neue Dusche finden Sie in unserem Shop.                                                     

Mineralwerkstoff

Mineralwerkstoff ist ein homogenes, durchgefärbtes Material bestehend aus Acryl (PMMA) gemischt mit zum Beispiel „Aluminiumpulver“ (Aluminiumhydroxid). Dieses ist in vielen Farben erhältlich, bei der Oberflächenstruktur ist von matt bis glänzend alles möglich. Das Material ist sowohl thermisch verformbar, als auch wie Holz zu bearbeiten, was es zur ersten Wahl bei der Maßanfertigung macht.

Unter den Oberbegriff fallen beispielsweise die Materialien Corian, Hi-macs, Avonite oder Getacore. Waschtische sowie Bade- und Duschwannen aus Mineralwerkstoff bieten Stabilität und eine sehr edle und warme Oberfläche. Darüber hinaus können sie durch Aufrauhung rutschhemmend ausgeführt werden und sind pflegeleicht.

Mineral-Colorat

Mineral-Colorat ist ein Mineralfaserverbundwerkstoff für Duschwannen von Combia. Darunter versteht man ein durchgefärbtes Material bestehend aus Mineralfasern, Füllmaterial, Additiven und Kunststoffharz. Der Vorteil liegt darin, dass bei der Herstellung auf der Unterseite Verstärkungsrippen direkt angeformt werden, was zu einer hohen Stabilität der Wanne führt.

Die Formgebung der Kanten ist äußerst exakt und eignet sich daher auch für den bodengleichen Einbau und die hautsympathische Oberfläche ist auch in Antirutsch-Ausführung ab Werk erhältlich.

Acryl

Acryl ist ein sehr pflegeleichtes und preisgünstiges Material, das nicht viel wiegt. Es wird durch Tiefziehen thermisch verformt und wird auf der Unterseite in einer Art „Sandwich-Verfahren“ verstärkt, zum Beispiel durch Glasfasermatten.

Der Werkstoff ist nicht nur in zahlreichen Formen und Farben erhältlich, sondern bringt außerdem eine Menge Vorteile mit sich: Acryl ist robust, UV-beständig, speichert viel Wärme und zeichnet sich durch seine porenfreie Oberfläche aus. Das einzige Manko ist die manchmal geringe Eigenstabilität, weil die Wanne nicht aus einem homogenen Material besteht und sich die Verstärkung gegebenenfalls lösen kann.

Stahlemaille

Der Verbundwerkstoff aus Stahlblech und Glas ist extrem robust und widerstandsfähig. Dadurch gestaltet sich Stahlemaille als äußerst langlebig und pflegeleicht.

Das Material punktet darüber hinaus durch seine farbechte, formstabile und glänzende Oberfläche und Feuerfestigkeit. Großer Pluspunkt: Die Oberfläche ist vor Kratzern, Korrosion und Verfärbungen geschützt.

Jedoch hat auch Stahlemaille seine Schwachstellen: Bei spitzen und schweren Gegenständen kann die Oberfläche abplatzen, auch auf starke Chemikalien reagiert diese allergisch. Außerdem speichert Stahlemaille Wärme nur zu einem sehr geringen Teil.

Positiver Nebeneffekt: Das Material ist zu hundert Prozent recyclebar.

Glas

Glas ist ein besonders elegantes Material, das genauso stabil und unempfindlich wie Keramik und Mineralguss ist. Es besticht mit seiner glatten, geschlossenen Oberfläche und der Resistenz gegen Säuren und säurehaltigen Chemikalien.

Wie Sie Ihre gläserne Dusche richtig reinigen, zeigt unser Artikel „9 Experten-Tipps: So wird Ihre Dusche richtig sauber!“

In unserem Shop finden Sie auch die passende Duschabtrennung aus Glas für Ihre Dusche.

Extravagante Materialien

Sie wollen bei Ihrer Badezimmereinrichtung auf das gewisse Etwas setzen? Wie wäre es mit einem Waschbecken oder einer Badewanne aus Naturstein, Beton oder Holz?

Um Ihrem Bad einen Hauch von Vintage zu verleihen, können Sie beispielsweise auch zu einer freistehenden Badewanne aus Gusseisen greifen.

Auch bei der Duschwanne bietet sich ein Naturstein, wie zum Beispiel Marmor oder Granit, an. Vorteilhaft ist dabei beispielsweise die Stoß- und Kratzfestigkeit, sowie der geringe Pflegeaufwand. Negativ zu bewerten ist aber die recht kühle Haptik und die Empfindlichkeit gegenüber Chemikalien.

Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Material-Kombinationen, denn so wird aus einer eintönigen Nasszelle eine wahrliche Wellnessoase!

So planen und gestalten Sie Ihr Traumbadezimmer

Wie Sie sehen ist in Ihrem neuen Bad nahezu alles möglich! Neben den Materialien, die für ein Badezimmer in Betracht kommen, haben Sie noch weitere Fragen zu dem Thema Badgestaltung?

Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihr neues Wohlfühlbad planen, wie eine Badsanierung im Detail abläuft und mit welchen Kosten Sie bei einer Renovierung, Sanierung oder Modernisierung rechnen müssen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen die Materialauswahl für Ihr neues Badezimmer erleichtern konnten und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Planen!

Bilder: Titelbild: iStock\ Ksenia Palimski, iStock\ wuttichok, iStock\ jpkirakun, iStock\ energyy und iStock\ zelg; Bild 1: iStock\ YinYang; Bild 2: iStock\ MichaelNivelet; Bild 3: iStock\ EloisaConti; Bild 4: iStock\ jodiejohnson

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