Wie montiere ich eine Duschkabine? Sie fragen – Wir antworten

Duschen Montage

Eine Dusche als Laie selbst einbauen – kein Problem, wenn Sie wissen wie: Wo fange ich an, wo höre ich auf und was muss bei der Montage eigentlich sonst noch beachtet werden? Wir beantworten Ihnen die fünf häufigsten Fragen zur Duschenmontage, damit auch Sie ein optimales Ergebnis erhalten.

1. Welche vorbereitenden Maßnahmen muss ich vor der Montage treffen?

Bevor Sie mit dem Einbau der Dusche beginnen, sollten Sie zunächst die Umgebung rund um den Duschbereich überprüfen. Fertigen Sie am besten eine Checkliste an, die Sie Punkt für Punkt abarbeiten können. So haben Sie eine Grundlage für die weitere Planung der Duschenmontage.

Achten Sie insbesondere auf folgende Punkte:

1. VDE-Vorschriften: Halten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Mindestabstände der Duschanlage zu Schaltern und Steckdosen ein. Mögliche Gefährdungen durch einen Stromschlag in den Nassbereichen werden auf diese Weise eliminiert.

Handwerker prüft Anschlüsse

Wo befinden sich Leitungen und wo Steckdosen? All das muss bereits im Vorfeld der Montage überprüft werden.

2. Wie stabil sind die Wände im geplanten Duschbereich? Daran sollten Sie festmachen, ob Sie eine Glastür mit Wandscharnieren, zum Beispiel eine Dusche mit Innentür – möglich bei stabilen Wänden – oder eine Türe mit einem festen Glasteil wie bei unseren Duschtüren für Nischen – bei weniger stabilen Wänden – anbringen. Tipp: Falls Sie im Bereich der Duschwandbefestigung Leichtbauwände verwenden, empfiehlt es sich, diese von hinten in der Bauphase zu verstärken.

3. Legen Sie fest, ob Sie eine klassisch erhöht positionierte Duschwanne oder eine bodengleiche Dusche wünschen. Für die bodengleiche, barrierefreie Variante müssen Sie überprüfen, ob die notwendige Einbauhöhe im Boden ausreicht, um das nötige Gefälle des Abflussrohres vom Siphon zum Fallrohr zu gewährleisten. Das Gefälle sollte mindestens 1 Zentimeter auf 1 Meter Rohrlänge des Ablaufrohres betragen.

4. Welche Sanitärgegenstände befinden sich im Umkreis der Dusche? Achten Sie darauf, dass diese nicht die Öffnung der Duschtür beeinträchtigen. Verwenden Sie eine nach innen öffnende Tür, wie zum Beispiel eine Falttür, sollten Sie darauf achten, dass sich diese trotz Duscharmatur einklappen lässt.

5. Sind die Wände gerade? Diese dürfen nur so schief oder gewölbt sein, wie es der Verstellbereich der neuen Duschkabine zulässt.

6. Wo laufen Unterputz-Versorgungsleitungen? In diesen Bereichen sind keine Bohrungen möglich.

Abmessen der Wände mit Wasserwage

Achten Sie schon in der Bauphase auf möglichst geringe Neigung der Wände und berücksichtigen Sie dies beim Verstellbereich (Wandausgleichsmöglichkeit) Ihrer neuen Duschkabine.

2. Welche Werkzeuge benötige ich zur Duschenmontage?

Prinzipiell ist es hilfreich, wenn Sie bei der Montage immer zu zweit arbeiten, da das Handling der Glaskomponenten einer helfenden Hand bedarf. Ansonsten benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  • Arbeitshandschuhe
  • Schutzbrille
  • Bleistift
  • Wasserwaage
  • Meterstab
  • Kreuzschlitzschraubenzieher (Akkuschrauber)
  • Silikonspritze
  • Bohrmaschine mit 8mm Steinbohrer
  • Handsäge
Werkzeug für die Dusche

Das richtige Werkzeug ist die Basis einer erfolgreichen Montage.

3. Wie gehe ich bei der Montage der Duschkomponenten Schritt für Schritt vor und auf was muss ich dabei achten?

Haben Sie alle vorbereitenden Maßnahmen getroffen und das benötigte Werkzeug bereit gelegt, kann die Montage der Dusche beginnen. Gehen Sie dabei organisiert und sehr präzise vor, denn wird ein Element falsch oder nachlässig montiert, wirkt sich das ebenso auf die folgenden Komponenten aus.

Beachten Sie folgende Schritte und Hinweise und Sie erhalten ein optimales Ergebnis:

1. Decken Sie zunächst die Duschwanne ab, damit durch den Montagevorgang keine Schäden durch zum Beispiel Bohrstaub entstehen können.

2. Kontrollieren Sie die Glaskomponenten vor der Montage auf Beschädigungen und legen Sie Unterlagen bereit, auf denen diese abgestellt werden können. Achten Sie zudem darauf, dass die Glaselemente – insbesondere die Glasecken und -kanten – auf keinen Fall in irgendeiner Form einen Punktschlag erhalten.

3. Arbeiten Sie nun genau nach der Montageanleitung und halten Sie sich unbedingt an die angegebenen Bohrmaße, um die fehlerhafte Anbringung von Komponenten zu vermeiden. In der Regel wird zuerst die Festwandseite, dann die Türseite montiert.

4. Überprüfen Sie vor dem Bohren nochmals genau die Maße. Das nachträgliche Ausbessern einer falschen Bohrlochposition stellt nicht nur einen unnötigen Aufwand dar, sondern kann auch problematisch werden, wenn sich diese knapp neben der richtigen befindet.

Bohr-Tipps
– Um ein Verrutschen des Bohrers zu vermeiden, kleben Sie ein Stück Kreppklebeband auf die Fliesen und zeichnen Sie darauf das Bohrloch an.

– Bohren Sie bei Fliesen immer zunächst ohne Schlag, bis das Fliesenmaterial durchdrungen ist und erst danach mit Schlag beziehungsweise Pneumatik. Sonst besteht die Gefahr, dass die Fliesen zerspringen. Bei sehr harten Materialien, wie Granit oder Feinsteinzeug, empfiehlt sich die Benutzung speziell dafür geeigneter Bohrer.

Fliesen bohren

Bei Fliesen ist besondere Vorsicht geboten, da diese während des Bohrvorgangs zerspringen können. Hier besser ohne Schlag bohren!

5. Montieren Sie jede Komponente im Lot. Abweichungen können sich fatal auf die folgenden Komponenten auswirken: Steht beispielsweise ein Glasfestteil schief, wird sich die daran befestigte Tür ebenso an einer schiefen Position befinden. Dies wiederum kann dazu führen, dass die Türe an der Magnetdichtung zur anderen Türseite nicht richtig schließt.

6. Richten Sie die Dusche mit den Verstellmöglichkeiten in den Wandbefestigungen und Wandscharnieren aus. Anschließend werden die entsprechenden Befestigungsarme montiert – es gibt hier auch Zubehör wie zusätzliche Befestigungsarme oder einen Deckenbefestigungsarm.

4. Wie dichte ich bei rahmenlosen Combia Glasduschkabinen die Randbereiche zur Wand und Duschwanne ab?

Die Abdichtung der Glastüren unten zur Duschwanne oder zum Boden hin erfolgt waagerecht unter der Türe mit einem transparenten Dichtprofil. Die Bereiche zu einem angrenzenden Glasfestteil oder zur Wand bei einer Tür an Wandscharnieren wird ebenso mit einem senkrechten, transparenten Dichtprofil abgedichtet. Die Türen schließen mit senkrecht aufgesteckten Magnetprofilen. All diese Dichtprofile sind austauschbar und bei uns als Ersatzteile erhältlich.

Festwände und Glasfestteile werden unten waagerecht absilikoniert. Senkrecht zur Wand können Sie entweder das transparente Kompensationsprofil verwenden oder Sie silikonieren bei gerader Wand ebenso ab.

Silikonpistole

Mit Silikon dichten Sie Fugen und Randbereiche effektiv ab.

Tipp
Um schöne Silikonfugen zu erhalten, ziehen Sie diese mit einem gerundeten Hölzchen ab, das Sie zuvor in eine Wasser-Spülmittel-Lösung eingetaucht haben.

5. Was muss ich nach der Montage beachten?

Wichtig ist, dass Sie am Schluss nochmals den lotrechten Aufbau und das Öffnen der Türen überprüfen. Tarieren Sie die Türen gegebenenfalls mit den Verstellmöglichkeiten und den Befestigungsarmen aus.

modernes Badezimmer

Erst danach können Sie die Komponenten alle vollständig absilikonieren. Beachten Sie dabei jedoch, dass das Silikon mindestens 24 Stunden trocknen muss und die Duschanlage während dieser Zeit nicht benutzt werden darf.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Montage Ihrer Dusche! Bei weiteren Fragen können Sie uns selbstverständlich gerne per Telefon oder E-Mail kontaktieren. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

Bilder: Titelbild-Collage: © istock /pepieti/ Palto/ piovesempre, Bild1: © istock / humonia, Bild2: © istock / Wicki58, Bild3: © istock bagi1998, Bild4: © istock /pepieti Bild 5: © istock / RichardMandsPhotography, Bild 6: © istock / piovesempre

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