Nachhaltigkeit im Badezimmer: Badzubehör & Pflegeprodukte ohne Plastik oder Chemie

Nachhaltige Badeinrichtung

Gerade Bereiche unseres Alltagslebens, mit denen wir täglich in Kontakt kommen wie das Bad, haben viel Potential für mehr Nachhaltigkeit. Dazu gehört nicht nur das richtige Heizen oder wassersparendes Duschen und Baden, sondern auch plastik- und chemiefreies Badzubehör. Ob aus ökologischer Quelle oder selbstgemacht – wir verraten einfache DIYs und ökologische Alternativen für mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer!

Nachhaltige Badeinrichtung

Was die Einrichtung betrifft, kann Plastik beinahe überall vermieden werden – das sieht nicht nur edler aus, sondern ist auch viel besser für die Umwelt.  Neben der Möglichkeit, Badzubehör aus ökologischen Quellen zu beziehen, ist es natürlich am besten, so viel wie möglich selbst zu machen und upzucyceln – Badematten, Spiegel oder Badschränke. Die schönsten Deko-Ideen mit Treibholz haben wir Ihnen ja bereits vorgestellt.

Einkaufsquellen für ökologisches Badzubehör

Gerade im Bad ist es oft besonders schwer, Plastikmüll zu vermeiden – doch längst gibt es eine Vielzahl an Quellen, aus denen sich nachhaltiges Badzubehör beziehen lässt: Denn für so gut wie jedes Plastikprodukt im Bad gibt es Alternativen aus Materialien, die langlebiger, ästhetischer und wesentlich ökologischer sind. Plastik wird aus Mineralölen hergestellt und ist nur bedingt recycelbar.

Glasdusche statt Wegwerf-Duschvorhänge

Duschvorhänge schimmeln oft schnell und landen dann im Müll – viel edler, lichtdurchlässiger und hygienischer ist eine Glasdusche!

Glasduschen: edel und nachhaltig

Ob Badewannenaufsätze oder freistehende Duschwände – wesentlich stilvoller und nachhaltiger als Duschvorhänge sind alle unsere Lösungen!

Badmöbel aus Naturmaterialien

Eine große Auswahl an ökologisch zertifizierten, nachhaltigen Badezimmer-Einrichtungsgegenständen gibt’s im Avocadostore, verschiedenste Fair-Trade- und Bio-Badtextilien finden Sie bei Yumeko. Wichtig ist, dass Sie sich an den offiziellen Bio-Siegeln orientieren.

Bio ist nicht gleich Bio: Achten Sie auf Siegel und Zertifikate!
Wer sich nach Produkten aus ökologischen Quellen umsieht, findet eine Vielzahl an unterschiedlichen Siegeln, die die ökologische Herkunft der Produkte belegen wollen. Dabei konzentriert sich jedes Siegel auf einen anderen Schwerpunkt: so setzen sich einige Siegel stärker für die regionale Herkunft der Produkte ein, andere wiederum konzentrieren sich auf eine ökologische Anbauweise der verwendeten Rohstoffe. Eine Übersicht über die wichtigsten Siegel für Naturkosmetik finden Sie hier, ökologische Einrichtungsgegenstände sind durch das ÖkoControl-Siegel gekennzeichnet.

Es gibt die staatlichen bzw. auf EU- Ebene gültigen Siegel (Bio-Siegel der europäischen Union, deutsches staatliches Bio-Siegel), sowie private Verbandsiegel. Produkte, die mit ersteren gekennzeichnet sind, müssen mindestens den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen, die privaten Labels stellen meist erweiterte, darüber hinaus gehende Anforderungen. Überwacht wird die Einhaltung der Auflagen von der jeweiligen Öko-Kontrollstelle.

Badeinrichtung Selbstgemacht

Die nachhaltigste und kostengünstigste Variante ist garantiert das Selbermachen – am besten unter der Verwendung von „Abfallprodukten“ wie Korken, alten T-Shirts oder ausgedienten Einmachgläsern.

Kork-Badematte

Kork ist ein tolles, natürliches, nachwachsendes Material – eigentlich viel zu schade, dass die meisten Korken, wenn sie ausgedient haben, im Müll landen. Viel besser ist es, die Korken aufzuheben, um daraus eine Badematte zu basteln, die edel aussieht und warm und angenehm an den Füßen ist – so geht Upcycling! Die Bastelanleitung finden Sie hier.

T-Shirt-Badematte

Auch aus alten T-Shirts lässt sich eine schicke Badematte basteln. Wenn Sie die Knotentechnik einmal beherrschen, dann ist die Matte im Handumdrehen fertig, die für nackte Füße sehr angenehm ist! Hier geht’s zur Anleitung.

Seifenspender & Co.

Kleine Gefäße und Seifenspender oder Zahnbürstenhalter müssen auch nicht gekauft werden, sondern lassen sich wunderbar aus alten Einmachgläsern oder Kinderspielfiguren umgestalten – ein paar äußerst ausgefallene Ideen finden Sie hier!

Ein von Ohh Deer (@ohhdeer) gepostetes Foto am

Selbstgeflochtene Wäschekörbe

Auch die schmutzige Wäsche landet bei den meisten im Bad. Eine tolle Idee ist es, Wäschekörbe aus alten Zeitungen oder Magazinen selbst herzustellen – nur allzu nass sollte dieser Korb natürlich nicht werden! Zur Anleitung bitte klicken.

Badregale DIY

Ihnen fehlt es an Platz im Bad? Viele kreative und schöne DIY-Ideen für mehr Stauraum haben wir in unserem Artikel über Ablagefläche für Sie zusammengefasst!

Nachhaltige Pflegeprodukte

Beim täglichen Duschen, und Händewaschen spülen wir viele umweltschädliche Substanzen wie chemische Inhaltsstoffe und Mikroplastik ins Wasser. Außerdem fällt bei Shampoo, Duschgel & Co. eine Menge Verpackungsmüll an! Wer ökologische Pflegeprodukte wählt oder diese sogar selber herstellt, schont Gesundheit, Geldbeutel und Umwelt zugleich! Putztipps mit Hausmitteln statt Chemie finden Sie übrigens auch in unserem Magazin.

Ökologische & plastikfreie Pflegeprodukte

Plastik-Shampooflaschen und Zahnbürsten lassen sich nicht vermeiden? Falsch! Sogar hier kann ganz und gar auf Plastik verzichtet werden.

Holzzahnbürsten

Ja, sogar die Zahnbürste geht plastikfrei! Zum Beispiel von Ecobambo oder Hydrophil. Noch mehr Nachhaltigkeits-Tipps rund ums Zähneputzen gibt’s bei Utopia!

Haarseife statt Shampoo aus der Plastikflasche

Gerade in der Dusche entsteht viel Plastikmüll – dem können Sie entgegenkommen, mit der Verwendung von Haarseife! Diese kommt ohne Mineralöle und (fast) ohne Verpackung aus.

Naturschwämme

Zum Waschen sind echte Naturschwämme eine hübsche haut-  und umweltfreundliche weil nachwachsende Alternative! Der Meeresbewohner namens Spongia officinalis ist ein Verwandter der Koralle und wächst  in 40 Metern Tiefe. Naturschwämme sind oft etwas härter als ihre Kopie aus Plastik, bieten aber gerade deshalb einen tollen natürlichen Peelingeffekt. Wird er spröde und Grau, erholt sich ein Schwamm in einem 24-Stündigen Salzlaugenbad, wird er gelb, kann eine Essiglösung helfen.

Pflegeprodukte selbstgemacht

Auch viele Pflegeprodukte lassen sich selber machen – mit Zutaten wie Natron, Bier oder Kokosmilch lässt sich etwa im Handumdrehen ein Shampoo zaubern, das auf Silikone oder schädliche Konservierungsstoffe komplett verzichtet und auch bei Skeptikern ein überraschend gutes Ergebnis erzielt.

Shampoo

Eine Vielzahl verschiedener Rezepte und Inspirationen für DIY-Shampoos finden Sie auf dem Blog Nachhaltig Leben. Für jeden Haartyp und jede Haarfarbe ist etwas dabei!

Peelings

Viele herkömmliche Peelings und Pflegeprodukte beinhalten Mikroplastik, das von Kläranlagen nicht gänzlich gefiltert werden kann und so in den Meeren landet. Um das zu verhindern, lassen sich Peelings & Co. auch selbst herstellen.

Bloggerin Neele von Royalcoeur hat tolle Rezepte parat!

Wie Sie sehen, lässt sich auch im Badezimmer das Prinzip der Nachhaltigkeit mit einfachen Mitteln in die Tat umsetzen – egal, ob Sie sich an Selbstgemachtes wagen oder auf ökologische und plastikfreie Produkte vertrauen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Herstellen der nachhaltigen Badzubehör- und Pflegeprodukte!

Titelbild:  © iStock/hemul75

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